Digital Leadership: Werden Sie Controller/-in im 21. Jahrhundert – ein kreativer Beruf

Die weltweite Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung verspricht Controllern mit den richtigen Kenntnissen ganz ausgezeichnete berufliche Perspektiven. So sind fundierte Kenntnisse des Controllings im Rahmen der weiter zunehmenden projektorientierten Arbeitsweise für Organisationen jeder Art und Nationalität wesentlich wertvoller geworden, so dass sich insofern das Einsatzspektrum für Führungskräfte mit fundierten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen erheblich erweitert hat. Hinzu kommen interessante neuere Aufgabenfelder, wie z.B.:

Integrated Reporting

Internationalisierung

Dezentralisierung von Organisationen

Weiter zunehmende Automatisierung von Prozessen aller Art / Digital Leadership

Controlling von Projekten und Netzwerken durch Nicht-Controller

Transparenzforderungen von Stakeholdern

Innovationscontrolling

Beteiligungscontrolling, Anreizsysteme

Unternehmensethik, Selbstverständnis

Generationengerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Fairness

Controller/-innen haben im 21. Jahrhundert beste Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung in Mittelstand und Großunternehmen. Auch Non-Profit-Organisationen, Hilfsorganisationen, Organisationen des Verbraucherschutzes und öffentliche Institutionen sind auf ökonomischen Sachverstand angewiesen. Damit steht Controller/-innen ein weites Feld an beruflichen Perspektiven offen.

Werden Sie Controller/-in im 21. Jahrhundert!

Motive im Überblick:

1. Höhere Freiheitsgrade und Agilität: Lösen Sie mit mehr Fachwissen in beruflichen Teams die anstehenden Aufgaben schnell und effizient, es braucht hierzu nicht immer eine Fachabteilung. Erhöhen Sie bei Bedarf gleichzeitig ihre beruflichen Freiheitsgrade mit Entscheidungskompetenz und verbessern Sie die Agilität ihres Teams und Unternehmens.

2. Lernen Sie „über den Tellerrand hinaus“: Durch die praxisgerechte Verknüpfung von betriebswirtschaftlichen Inhalten bietet Ihnen dieses Berufsfeld eine bereichsübergreifende Behandlung von Themen und Lösungsansätzen für den operativen und strategischen Unternehmensalltag in Projekten und weiteren Formen der Zusammenarbeit.

3. Persönliche und berufliche Weiterentwicklung: Lernen Sie besser zu lernen, diskutieren Sie mit den anderen Teilnehmern in der Gruppe den besten Weg zu diversen Aufgabenstellungen. Erfreuen Sie sich Ihres künftigen Wissens. Gewinnen Sie durch künftig überzeugendere Lösungen zusätzlich wünschenswerten Respekt und Anerkennung Ihrer Vorgesetzten sowie der Kolleginnen und Kollegen.

4. Steigern Sie mit Ihrem Wissen und der Übernahme von Verantwortung auch Ihren Wert im Unternehmen. Freuen Sie sich als Controller/-in auf voraussichtlich große Herausforderungen bei den Ihnen aufgetragenen oder den von Ihnen selbst ausgewählten beruflichen Aufgabenstellungen.

Social Innovation – ein Anwendungsfall

Seit einiger Zeit wird der Begriff Social Innovation / Soziale Innovation immer wichtiger. Eine Soziale Innovation ist – vereinfacht ausgedrückt – eine nicht-technologische Innovation. Ein Anwendungsfall zur Verdeutlichung: Wissenschaftlern ist aufgefallen, dass technologische Innovationen alleine nichts nützen, wenn Menschen diese neuen Technologien nicht angemessen nutzen können (Expertenbeispiel: Produktivitätsparadoxon). Zum einen werden für Innovationen im Unternehmen regelmäßig hohe Entwicklungskosten verursacht, zum anderen werden technologische Leistungspotenziale von Innovationen den jeweiligen Kunden oft nicht ausreichend transparent gemacht. Ein Kunde bezahlt für Eigenschaften eines Produktes, die er möglicherweise während der Lebensdauer des Produktes nicht angemessen ausschöpfen kann. Nicht selten sind hohe unternehmerische Entwicklungskosten für diverse Optionen eines Produktes sowie hoher gesellschaftlicher Ressourcenverbrauch auf allen Ebenen die Folge. Woran es zumeist fehlt: Einfachheit, zwischenmenschliche Kommunikation, authentische Beziehungen, vertiefendes Interesse und Kreativität.

Open Innovation: Anreizsysteme weiterentwickeln!

Prosumenten (eine Kombination aus Konsument und Produzent bzw. Professional) sind Konsumenten mit Ressourcen, z. B. an Zeit und Wissen, die Unternehmen bei Leistungsprozessen unterstützen. Diese Unterstützungsprozesse können sehr vielfältig sein: Selbstbedienung, Verbesserungsvorschläge, Nutzungsinformationen u. a. m. helfen heute bereits vielen Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Angebote. Unternehmensleistungen werden mit Hilfe von unternehmerisch denkenden Menschen bedarfsgerechter und kostengünstiger. Was oft in der Freizeit beginnt, kann sich für einen Prosumenten zu einem bürgerschaftlichen Engagement, einer nebenberuflichen Beschäftigung, einer Festanstellung oder einem kleinen Unternehmen entwickeln. Wenn die nachfragenden Unternehmen künftig ihr finanzielles Anreiz- und Entlohnungssystem für heutige Prosumenten – und künftige Unternehmer/-innen – weiterentwickeln, werden hieraus Chancen für Arbeit und Entwicklung einer Gesellschaft.

Unternehmer/-in der Zukunft: Neues Selbstverständnis!

Was kennzeichnet Unternehmer/-innen der Zukunft? Krawatte, Chef-Image, teures Auto, denken in Euro und Dollar, Schnelligkeit, Herzinfarkt, Burn-out, Ausbeuter-Image, Arbeitgeber, Einstecktuch, Golf oder Tennis, Schiff, schwarzes T-Shirt, Turnschuhe? Eine Entwicklungsgeschichte: Unternehmer/-innen der Zukunft werden ihre großen Autos verkaufen, ihre Mitarbeiter/-innen fair bezahlen, sich im Hauptgeschäft sozial engagieren. Für Unternehmer/-innen der Zukunft wird Geld nicht mehr besonders wichtig sein. Unternehmer/-innen der Zukunft werden weniger Manager/-in oder Macher/-in sein. Sie werden Entwickler/-innen und Motoren für eine ausgewogene gesellschaftliche Entwicklung. Unternehmer/-innen der Zukunft werden keine Steuererklärungen mehr machen müssen, ihre Steuern aber gerne bezahlen. Unternehmer/-innen der Zukunft werden vielleicht gar nicht mehr Unternehmer/-in heißen. Es gibt heute bereits viele weitere Begriffe, die ähnlich engagierte Menschen bezeichnen, z. B. Co-Creator, Change Agent, Entrepreneur oder Intrapreneur.

Leader/-innen

Prozesse in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft werden sich in Zukunft grundlegend verändern müssen. Einfachheit, Verständlichkeit und Effizienz werden dabei über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Leader/-innen

  • erkennen individuelle, unternehmerische, regionale und globale Probleme – und wollen diese lösen (problemlösende Leadership)
  • ordnen ihre kurzfristigen Interessen nicht selten den langfristig gesetzten Zielen unter
  • übernehmen Verantwortung
  • kommunizieren mit diversen gesellschaftlichen Akteuren
  • diskutieren über Standards, Motive, Interessen, Handlungsziele
  • wollen überzeugen
  • können Vorbildfunktion übernehmen
  • verbessern und verändern